Birgit Kullmann
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Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
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Oktober
2008
Newsletter-Archiv
Frankfurt am Main, 19.05.2008
Medieninformation
Derzeit wird viel diskutiert, wie Konsumentinnen und Konsumenten durch ihr
eigenes Handeln den Klimawandel mitverantworten und dass sie einen Beitrag zum
Klimaschutz leisten müssen. Doch in der breiten Bevölkerung werden die
angebotenen Handlungsempfehlungen und Regeln
kaum umgesetzt, da sie für die Einzelnen nicht in den Alltag integrierbar sind.
Das soeben erschienene Buch "Klimawandel und Alltagshandeln" nimmt sich dieser
Alltagsvergessenheit an und stellt klimaschonendes Alltagshandeln in den
Mittelpunkt.
Spätestens seit dem jüngsten Bericht des UN-Weltklimarats hat sich inPolitik und Gesellschaft die Einsicht durchgesetzt, dass menschliche Aktivitäten zu Veränderungen des Klimasystems beitragen. Um diese in verträglichen Dimensionen zu halten, bedarf es erheblicher Anstrengungen zum Klimaschutz, nicht nur auf Ebene der internationalen Politik, sondern auch im alltäglichen Handeln. Globale Umweltveränderungen wie der Klimawandel werden von Bürgerinnen und Bürgern jedoch oftmals als übermächtig wahrgenommen, Problemlösungen entsprechend von Anderen erwartet, von Unternehmen und vom Staat bzw. der internationalen Staatengemeinschaft.
Mit dem Blick auf die Akteure des Alltags wird zweierlei deutlich: einerseits, dass sie durch ihr eigenes Handeln zum Klimawandel beitragen, und andererseits, welche Möglichkeiten sie haben, diesem entgegenzuwirken. Die eigenen Handlungspotentiale zu erkennen und diese gleichzeitig aktiv zu nutzen, ist für die Einzelnen nicht einfach. Neben dem notwendigen Wissen erfordert dies auch Veränderungen im Konsumverhalten. Obwohl Stromsparlampen und energieeffiziente Haushaltsgeräte inzwischen in vielen privaten Haushalten zu finden sind, ist die Umsetzung von energiesparenden, klimaschützenden Verhaltensweisen im Alltag jedoch noch immer schwierig.
Die Tagung "Klimawandel und Alltagshandeln", die Ende 2006 von der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V. und dem Frankfurter Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) veranstaltet wurde, hat hier angeknüpft. Die Tagungsbeiträge, aber auch über die Tagung hinausgehende Aufsätze, versammelt das vorliegende Buch, beleuchtet damit Klimawandel und Klimaschutz aus einer Alltagsperspektive und stellt so klimaschonendes Alltagshandeln in seinen Mittelpunkt.
Doris Hayn / Ralf Zwengel (Hg.): Klimawandel und Alltagshandeln. Schriftenreihe der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen, Band 20, Klartext-Verlag, Köln, ISBN 978-3-89861-845-8, 186 Seiten
Das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) hat langjährige Erfahrungen in der integrierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung, die fächerübergreifend Wissen aus den Natur- und Sozialwissenschaften mit dem Wissen verschiedener sozialer Akteure und Akteursgruppen transdisziplinär verknüpft. Das Institut bietet zukunftsfähige Lösungskonzepte und Analyse-Instrumente für politische, ökologische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungsdynamiken.
Die Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V. steht als Trägerin der politischen
Bildungsarbeit der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahe, ist aber politisch und
rechtlich unabhängig. Sie sieht ihre Aufgabe darin, den politischen Dialog zu
fördern und die öffentliche Auseinandersetzung zu gesellschaftlich relevanten
Themen der Zeit zu organisieren. Heinrich Bölls Ermutigung zur
zivilgesellschaftlichen Einmischung in die Politik ist Vorbild für die Arbeit
der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.
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