Die
Praxis des Gender Mainstreaming auf dem Prüfstand.
Soziale Ökologie als
Wissenschaft,
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Population
Dynamics and Supply Systems. A Transdisciplinary
Approach
Veröffentlichung Klimawandel und
Alltagshandeln
Struktur in der Risikogesellschaft
Die vorliegende Publikation geht auf eine Fachtagung gleichen Titels zurück, die am 29. Januar 2004 in Frankfurt am Main stattgefunden hat und die eine kritische Reflektion der bisherigen Umsetzungspraxis von Gender Mainstreaming auf nationaler Ebene ermöglichen sollte. Ziel war es, ein strukturiertes Tagungsforum zur Verfügung zu stellen, in dem Expert/innen und fachlich Interessierte aus unterschiedlichen Perspektiven einen qualifizierten Austausch über Erfolge, Blockaden, Weiterentwicklungsbedarfe und Qualität von Gender Mainstreaming-Projekten und -Prozessen führen konnten.
Die vorliegende Publikation mit ihren unterschiedlichen Beiträgen möchte nicht nur den augenblicklichen Debattenstand aufzeigen, sondern die Notwendigkeit unterstreichen, in einer theoretisch fundierten Auseinandersetzung mit Erfahrungen bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming in unterschiedlichen Praxisfeldern und Organisationstypen zunehmend Qualitäts- und Erfolgskriterien für den Umsetzungsprozess zu formulieren und weiter zu entwickeln. Auf der Tagung wurde häufig von einem "Gender-Mainstreaming-Boom" gesprochen. Erfahrungen mit anderen Reformprozessen, wie etwa mit der Verwaltungsreform, haben gezeigt, dass die Anzahl von Workshops und die rhetorische Häufigkeit des Zitierens von Schlagwörtern insbesondere zu Beginn solcher Prozesse noch nichts über erzielte Erfolge und nachhaltige Umsetzung der ansgestrebten Ziele aussagen. Deshalb müssen an Hand einer kontinuierlichen Evaluation des begonnenen Umsetzungsprozesses der neuen Chancengleichheitsstrategie Qualitätskriterien entwickelt und weiter ausdifferenziert werden. Vor diesem Hintergrund stellt die vorliegende Dokumentation, die um zusätzliche Fachbeiträge erweitert wurde, einen Baustein dar, der erste Ansätze für die weitere Gender Mainstreaming-Qualitätsdebatte liefern soll.
Der Beitrag "Gute Praxis Gender Mainstreaming" von Doris Hayn diskutiert am Beispiel der Gender Mainstreaming Aktivitäten im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Stärken, Schwächen und Ambivalenzen sowohl die organisatorisch-institutionelle Verankerung des Gender Mainstreaming Prozesses. Daraus werden einige methodische Voraussetzungen sowie Qualitäts- und Erfolgskriterien abgeleitet, die insgesamt für eine Umsetzung zentral sind.
Als Anhang dazu wurde Nathalie Hahns Protokoll der Diskussion im gleichnamigen Workshop aufgenommen, da es exemplarisch einen Eindruck davon vermittelt, wie unterschiedlich die Umsetzungserfahrungen der Tagungsteilnehmer/innen in den verschiedenen Praxisfeldern sind.
(Texte entnommen aus dem gleichnamigen Buch)
Zu beziehen bei: Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V., Niddastr. 64, 60329 Frankfurt am Main, FAX: 069/ 23 94 78, email: info@ihbs-hessen.de, http://www.hbs-hessen.de