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Gender Mainstreaming im Naturschutz

 

 

 

 

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Veröffentlichung

Hayn, Doris (Bearb.) (2004): Gender Mainstreaming im Naturschutz. Münster: BfN-Schr.-Vertrieb im Landwirtschaftsverlag, 181 Seiten, 14 Euro, ISBN 3-7843-3850-X

über den Verlag zu beziehen:
http://www.lv-h.de/bfn

Naturschutz ist eine gesellschaftliche Vereinbarung, die Frauen und Männer gleichermaßen betrifft. Frauen und Männer, Jungen und Mädchen haben einen verschiedenen Zugang zu Natur, sie sind von Naturschutzmaßnahmen anders betroffen und wollen unterschiedlich angesprochen werden – dies zeigen aktuelle Forschungsarbeiten.

Gender Mainstreaming ist eine Strategie, die die Integration von Genderaspekten und -perspektiven in alle (Politik-)Bereiche, auch den Naturschutz, ermöglicht. Sie hat zum Ziel, die Gleichstellung der Geschlechter zu verbessern und somit mehr Geschlechtergerechtigkeit zu verwirklichen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist sowohl eine Auseinandersetzung mit der strategischen Seite – Wie kann Gender Mainstreaming in Institutionen und Organisationen der Naturschutzpolitik, -verwaltung und -praxis integriert werden? – als auch mit der fachlich-inhaltlichen Seite – Welche Themen- und Handlungsfelder des Naturschutzes sind genderrelevant? Welche Genderaspekte und -perspektiven finden sich in einzelnen naturschutzrelevanten Praxisfeldern? wichtig.

In der vorliegenden Veröffentlichung wird aufzeigt, welche Wege bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming eingeschlagen werden können. Vorgestellt und diskutiert werden neben Fragen der Organisationsentwicklung und erprobten Umsetzungsinstrumenten auch praktische Erfahrungen. Diese veranschaulichen, welche Voraussetzungen zu schaffen sind, damit ein Umsetzungsprozess optimiert und verstetigt werden kann.

Darüber hinaus wird für die Handlungsfelder "naturschutzbezogene Öffentlichkeitsarbeit", "alltägliche Naturschutzarbeit im Nationalpark", "Biodiversität im Land- und Gartenbau", "Waldschutz und -nutzung" sowie "Regionalentwicklung" exemplarisch aufgezeigt, wie die fachlich-inhaltliche Seite weiter entwickelt werden kann.

Die Veröffentlichung verdeutlicht, dass für einen Naturschutz, der uns einer nachhaltigen und geschlechtergerechten Entwicklung näher bringt, die unterschiedlichen Lebenssituationen, Sichtweisen und Stärken von Frauen und Männern in den Blick zu nehmen und entsprechende Naturschutzstrategien und -maßnahmen zu entwickeln sind. Gender Mainstreaming bietet die Chance, neue Potenziale zu erschließen, um Naturschutz insgesamt erfolgreicher zu gestalten.

Hayn, Doris (Ed.) (2004): Gender Mainstreaming in the Field of Nature Conservation

Nature conservation is a societal agreement, concerning men and women alike. As current research shows, men and women, boys and girls have a different approach to nature, are differently affected by nature conservation measures and, therefore, should be addressed accordingly.

Gender Mainstreaming is a strategy, which allows for the integration of gender aspects and perspectives into all areas (of politics), in this case nature conservation. Its goal is the improvement of gender equality and a contribution to the realization of gender justice. In order to achieve this goal, it is necessary to consider the strategic side – How can Gender Mainstreaming be integrated into institutions and organizations of nature conservation politics, administration and practice? – as well as the thematic side – Which topics and areas of action are gender-relevant? Which gender aspects and perspectives can be found in the relevant fields of practice?

The publication at hand shows which strategies can be pursued when implementing Gender Mainstreaming. Besides questions of organisational development, proven implementation instruments and practice experiences will be presented and discussed. They illustrate, which requirements have to be met, in order to be able to optimize and develop steadiness for the implementation process.

How the thematic side can be further developed will be exemplified for the following fields of action: "public relations work with respect to nature conservation", "every-day conservation work in the national park", "biodiversity in agriculture and horticulture", "forest conservation and utilization" as well as "regional development".

The publication makes clear that for nature conservation to be conducive to gender-sensitiveness and gender justice, different life situations, views and strengths of women and men have to be taken into account, and conservation strategies and measures need to be developed accordingly. Gender Mainstreaming offers the opportunity to open up new potentials, in order to make nature conservation overall more successful.