Soziale Ökologie als
Wissenschaft,
Pressemitteilung -
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Population
Dynamics and Supply Systems. A Transdisciplinary
Approach
Veröffentlichung Klimawandel und
Alltagshandeln
Struktur in der Risikogesellschaft
Götz, K./Loose, W./M. Schmied/S. Schubert (2003): Mobilitätsstile in der Freizeit. Minderung der Umweltbelastungen des Freizeit- und Tourismusverkehrs. Berichte 2/03 des Umweltbundesamtes. Berlin, Erich Schmidt Verlag, ISBN 3-503-07453-8, 227 Seiten, Euro 39,80 (über Buchhandel) Das Projekt hat neue deskriptive und ursachenbezogene Ergebnisse über den Freizeitverkehr im Alltag erbracht. Die wichtigsten Wegezwecke des Freizeitverkehrs konnten identifiziert werden. Der Hauptteil der Freizeitwege dient direkt oder indirekt sozialen Beziehungen; der Aufrechterhaltung, Pflege bzw. Herstellung. Ausser den sozial bedingten Wegezwecken verursachen Spazierfahrten/ "Fahrt ins Blaue " eine hohe Verkehrsbelastung. Der Lebensstilhintergrund beeinflusst Verkehrsmittelwahl, Wegelänge und die Wegezwecke; d.h. Einstellungen und Orientierungen haben Einfluss auf das Verkehrsverhalten. Eine Typologie unterschiedlicher Lebensstilsegmente leistet einen signifikanten Beitrag zur Erklärung der Verkehrsmittelwahl und der Freizeitwege. Es wurden Lebensstilsegmente mit Daten des Verkehrsverhaltens und mit Indikatoren der Umweltbelastung verknüpft. Eine Orientierung an Erlebnis, Abwechslung und Abenteuer zieht den höchsten, umweltrelevanten Freizeitverkehr nach sich (FUN-ORIENTIERT). Die TRADITIONELL-HÄUSLICHEN verursachen die geringste Umweltbelastung. Das Ergebnis macht deutlich, dass Schritte in Richtung Nachhaltigkeit an den bestehenden Realitäten ansetzen müssen und das Verkehrsverhalten in der Freizeit zielgruppenspezifisch nur beeinflusst werden kann, wenn die einzelnen Lebensstile berücksichtigt werden: die Spaß und Erlebnisorientierung der FUN-ORIENTIERTEN, der Wunsch nach Distinktion und Luxus der MODERN-EXKLUSIVEN, das Bedürfnis nach Entlastung der BELASTETEN-FAMILIENORIENTIERTEN, der Anspruch auf soziale Integration und Aufwertung der BENACHTEILIGTEN, die Orientierung an traditionellen Werten der TRADITIONELL-HÄUSLICHEN.
Abschliessend wurde untersucht, wie sich die vorgeschlagenen zielgruppenspezifischen Massnahmen hinsichtlich einer Verbesserung der Umweltqualität auswirken könnten. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, eine signifikante Reduktion der klimarelevanten Emissionen zu erreichen: Wenn es möglich wäre, mit Hilfe zielgruppen-spezifischen Massnahmen die Autonutzung in den unterschiedlichen Gruppen zwischen 10-20 % zu reduzieren, so würde beispielsweise die Reduktion von CO2 bei 5-7 % liegen.